Wo bleiben die Gefühle in den Beziehungen, zwischen Pflegenden und Pflegebedürftigen?

Die Gratwanderung zwischen Nähe und Distanz macht es nicht ganz einfach, sich anderen Menschen gegenüber ausgewogen zu verhalten, ohne ihnen durch Distanzlosigkeit zu nahe zu treten und gleichzeitig einen respektvollen, der Beziehung angemessen Abstand, zu halten.
Durch das Zusammen- und Auseinandersetzen mit diesem Thema verspreche ich Ihnen immer wieder neue Erkenntnisse, die nicht nur den Ihnen anvertrauten Menschen zugutekommen, sondern Ihnen auch persönlich in jeder Beziehung helfen können.
Sie werden aber sicher auch schon oft genug erlebt haben, dass Probleme und Schwierigkeiten beim Umgang mit Nähe und Distanz gleichermaßen im beruflichen wie im privaten Bereich auftreten können.

 

Beziehungspflege, also die Pflege von Beziehungen, macht nicht nur im Alltag Sinn, sondern sollte auch die Basis für jede Pflegebeziehung sein, ganz unabhängig vom Alter des Pflegebedürftigen.


"Tiefe Gefühle verunsichern zutiefst, machen Angst... Ursachen sind andauernde Kränkungen, Demütigungen und eine ganze Palette anderer Störungen insbesondere durch unsere direkten Bezugspersonen. Sie versinken im Laufe vieler Jahre irgendwo in unserem Unterbewusstsein und führen dort ein zunehmend eigenständiges Dasein. Die Auswirkungen reichen von Schlafstörungen, Unruhe, körperlichen und psychischen Beschwerden bis hin zur völligen Beziehungsunfähigkeit, über die zahllose Menschen in gefährliche Verzweiflung geraten.“

 

Nicht zuletzt, weil wir selten imstande sind, unsere Grenzen zu schützen, weil wir ja sagen, obwohl wir nein meinen, weil wir uns anpassen, bis wir uns selbst so verloren haben, dass wir uns nicht mehr wiederfinden.


Und dass alles aus dem Bestreben heraus, Konfrontation zu vermeiden, bedingungslose Harmonie und Eins-Sein leben zu wollen, was widernatürlich ist und gar nicht möglich.

Krampfhafte Versuche, die selbstgewählte Rolle immer weiter zu spielen, um die guten Beziehungen durch unterwürfiges Verhalten gegenüber allen Mitmenschen, die uns wichtig erscheinen, nicht zu verlieren, scheitern irgendwann zwangsläufig.


Kein Weg führt daran vorbei, sich selbstkritisch seinen Beziehungen zu stellen, will man gesund, glücklich und zufrieden leben.

 Eckhard Pawlowski©

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