Sind Kuckuckskinder zappeliger?

Wenn ein Paar heiratet, das eigentlich nie die Absicht hatte einander zu ehelichen, und dies nur tut, weil ein Baby unterwegs ist, wirkt sich das auf alle Beteiligten aus, in jeder Beziehung.

Freilich spricht man nicht darüber. Auch nicht, ob es vielleicht sogar ein „Kuckuckskind“ ist, das fühlt, dass es im falschen Nest sitzt und sich deshalb unruhig verhält, weil es merkt, dass da irgendwas nicht passt.


Experten gehen davon aus, dass ca. jedes 10. Kind seinen leiblichen Vater nie kennen lernen wird. Ich bin mir ganz sicher, dass die Kinder das unbewusst spüren, fühlen und irgendwie unruhiger, oder eben einfach „schwierig“ sind, weil sie hinterhältig belogen werden, so wie die ganze Familie belogen wird.

 

Dieses Phänomen der millionenfach „Geplatzten“ und „Interruptions-Gestörten“ passt nun mal überhaupt nicht in unsere heile Musikantenstadl-Welt. Ebenso wenig wie die unsichtbaren Kuckucks-Kostüme der „Karnevals-Kinder“, die sich nicht ablegen lassen und ein Leben lang stören, jucken und kratzen, wie ein schlecht gepolstertes Nest, in das man eigentlich nicht hineingehörte.


Wenn eine Beziehung für beide Seiten oder alle Beteiligten auf Dauer angenehm und lebenswert sein soll, gehören ein wenig Fingerspitzenge-fühl und intuitive Wahrnehmung dazu, die sich nicht nur auf die Tastatur des Smartphones beschränken sollte.


Wir sollten es nicht zulassen, dass Kinder durch unsere anerzogene Verlogenheit, die gesellschaftlichen Zwänge, wie alles zu sein hat und unsere Feigheit, zu unseren Fehlern und unserem, oft unbedachten egoistischen Denken und Handeln zu stehen, unnötig leiden und durch die dar-aus entstehenden Kränkungen wirklich krank werden. Wenn die Seelen von Kindern durch zu wenig Nähe und Wärme beziehungslos vereinsamen und wir ihre rebellierenden „ADHS-Hilferufe“ als Störung empfinden, dann haben wir alle versagt und die Pharmaindustrie kann weiter ihre Gewinne optimieren.


Es ist für Erwachsene sehr schwer, diesbezüglich einsichtig zu sein und andererseits die einzige Möglichkeit, unsere Kinder über den Weg der Ehrlichkeit und Fairness davor zu bewahren, ihr weiteres Leben wegen den gesellschaftlichen Zwängen in gestörten Beziehungen leben zu müssen. Beziehungspflege ist nicht immer einfach und kann nur bei beidseitiger ausgewogener Empathie funktionieren. Deshalb muss man manchmal aufpassen, dass man sich nicht zu sehr in die Bedürfnisse und Denkweisen anderer „einpflegt“, die eigenen Ansichten verlorengehen und man von den anderen abhängig wird.

Eckhard Pawlowski©


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