„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Das scheint aber nicht für Pflegende und Pflegebedürftige zu gelten.

Es ist eine Schande für alle Menschen, dass viele Pflegende im Laufe der Jahre durch unser Gesundheitssystem in eine Situation gebracht werden, Pflegebedürftige so versorgen zu müssen, wie sie selbst nie behandelt werden möchten.

Und wenn dann noch die Vergütung von Pflegekräften der Maßstab für die Würdigung ihrer schweren Arbeit ist, müssen wir uns alle bezüglich unserer Gesetzgebung und seiner sozialpolitischen Vertreter, die wir gewählt haben, in Grund und Boden schämen.

 

Deshalb macht es mich manchmal richtig wütend, wenn irgendwelche „großkopferten“ Politiker und Lobbyisten, die an sozialpolitischen Richtlinien arbeiten, sich gerne durch das Blitzlichtgewitter der Presse ihren sozial-hysterischen Heiligenschein noch vergrößern lassen, aber nicht mal im Ansatz wissen, wovon sie reden und was Pflegende, egal ob Familienangehörige oder professionelle Pflegekräfte, überhaupt leisten und auszuhalten haben.
 
In Anbetracht dessen, dass Facharbeiter in der Autoindustrie am Band den doppelten bis dreifachen Lohn von Pflegekräften erhalten, muss die Frage erlaubt sein, warum die Produktion von Autos gesellschaftlich einen größeren Stellenwert hat, als die Versorgung von hilfsbedürftigen Menschen und wir alle nicht unserem Bauchgefühl entsprechend dagegen rebellieren.

 

Es heißt zwar im Grundgesetz:

 

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“


Das scheint aber nicht für Pflegende
und Pflegebedürftige zu gelten.

 

Eckhard Pawlowski©

Kommentar schreiben

Kommentare: 0